Countdown für die 10. filmzeitkaufbeuren vom 2.-8. Oktober

Das Allgäuer Filmfestival feiert runden Geburtstag

Kaufbeuren, 21. August 2017: Insgesamt 74 Filme werden bei der 10. Ausgabe der filmzeitkaufbeuren im Corona KinoPlex und im Stadttheater gezeigt. Dabei sind wieder internationale Filme, erstmalig zwei reine Dokumentarfilmblöcke, sowie 5 Filmblöcke für den Hauptwettbewerb, eine kinderfilmzeit und die geschlossene schulfilmzeit. Zeit zum Zurückblicken bieten eine filmzeitretrospektive und eine Hommage an die Anfänge der Filmkunst: am 3. Oktober wird der filmzeitgeburtstag gefeiert – mit Stummfilm-Klassikern von gestern, vertont mit Jazz-Musik von heute.

Das Markenzeichen der filmzeit ist ein abwechslungsreicher Mix an Genres, auf die sich jeder Besucher einlassen muss. So werden kurze Spielfilme mit Animations- und Experimental- oder auch Tanz-und Musikclips bunt in einem Filmblock gemischt. Festivalleiter Roman Harasymiw lädt zwei Wochen vor dem Festival zum „Vorglühen“ in den Dicken Hund ein. Mit einem Mix aus Filmen von den bisherigen Festivals und ein paar aktuellen Beiträgen wird dort ein Vorgeschmack auf das 10. Festival gegeben.

filmzeit – Idee und Vision

Der Kaufbeurer Künstler und Kulturpreisträger Roman Harasymiw wollte neue kreative Nahrung in die Stadt bringen. Es war seine Vision, junges Autorenkino nach Kaufbeuren zu holen und Filme abseits vom Mainstream zu zeigen – gemeinsam mit Filmemachern aus der Region und kultur- und kinoverrückten Mitstreitern. Er wollte nicht nur eine Plattform für Filmemacher bieten, sondern auch das Potenzial des Films als Gesamtkunstwerk, für die verschiedensten kreativen Berufe, von Schauspiel über Regie, Produktion bis hin zu Drehbuchautoren, Musik, Tanz, Architektur, Malerei, aufzeigen.

„Wir hatten zu Beginn Podiumsdiskussionen mit jungen Filmemachern sowie Workshops für Special Effects angeboten und Vorträge zu Berufsbildern in der Filmbranche arrangiert – letzteres leider ohne großen Erfolg. „Vielleicht war es damals noch zu früh dafür“, überlegt Roman Harasymiw. Auch Sonderprojekte an Schulen und mit Migranten wurden im Laufe der Jahre immer wieder angestoßen und realisiert. Gleichzeitig ist das Filmprogramm stetig gewachsen, aus einem anfänglichen Wochenendprogramm für wenige Eingeweihte hat sich längst eine ganze Festivalwoche mit anspruchsvollem Programm entwickelt, zu sehen im Corona KinoPlex und im Stadttheater Kaufbeuren.

Dazu wurde ein Videokunstpreis ins Leben gerufen und als  BURONALE ausgegliedert. Die Preisträger dieses Wettbewerbes sind zweijährig im Stadtmuseum zu sehen, das nächste Mal 2018.

Auch die lange gärende Idee eines filmzeitopenair konnte erstmalig verwirklicht werden – in Kooperation mit der Agenda Mauerstetten in diesem Juli.

10. filmzeitkaufbeuren – das Programm

Nach zunächst gut 70 Einreichungen, hauptsächlich von jungen deutschen Filmemachern, für die erste Festivalausgabe, bewerben sich inzwischen Filmemacher aus der ganzen Welt. Obwohl die Wettbewerbsbedingungen verschärft worden sind, gab es dieses Jahr wieder mehr als 600 Festivaleinreichungen, aus denen das Programm erstellt werden musste. Gezeigt werden im Festivalprogramm insgesamt 74 Filme – dazu kommt eine filmzeitretrospektive mit Filmen aus den vergangenen 9 Jahren.

Das Festival startet am Montag, den 2. Oktober mit der fimzeitinternational, mit 16 Filmen im Originalton, mit deutschen oder englischen Untertiteln.

Weil sie aufgrund ihrer Länge den zeitlichen Rahmen gesprengt hätten, sind Dokumentarfilme erstmalig aus dem Hauptwettbewerb ausgegliedert. 10 ausgewählte Dokumentarfilme, von fesselnd, aufrüttelnd bis melancholisch, leise werden am Dienstag, den 3. Oktober, nachmittags im Corona KinoPlex gezeigt.

Dort sind am Mittwoch und Donnerstag die Filmblöcke 1-4 zu sehen, am Freitagmorgen gibt es wieder die schulfilmzeit und nachmittags die kinderfilmzeit.

Am Freitagabend zieht das Festival wieder ins Stadttheater – dort gibt es eine Retrospektive aus 9 filmzeiten und der 5. Block des Hauptwettbewerbes wird gezeigt.

Dort sind am Samstag alle 5 Blöcke des Hauptwettbewerbs von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr zu sehen.
Traditionell endet der Samstag mit filmzeitparty und mit Livemusik, dieses Jahr mit JAZZ MOP aus Kaufbeuren.
Als Juroren haben die Filmkritikerin Deniz Sertkol, der Schauspieler Michael A. Grimm zugesagt, sowie die HFF-Festivalkoordinatorin Tina Janker und der Regisseur und Autor Su Turhan. Sie werden nach der Weißwurstdämmerung am Sonntagmorgen gegen Mittag die Preisträger der 10. filmzeit verkünden.

stummfilmzeit – 10. Geburtstag mit Klassikern von gestern und Jazz von heute

Bei dem ersten runden Geburtstag widmet sich die filmzeit der Frühgeschichte der Kinokunst – mit den Stummfilm-Klassikern SAFETY LAST mit Harold Lloyd und THE FINISHING TOUCH von Laurel & Hardy. Musikalisch vertont werden die Filme von dem renommierten Jazz-Ensemble von „Küspert & Kollegen“. Der filmzeitgeburtstag wird am 3. Oktober abends im Stadttheater Kaufbeuren gefeiert.

Über das Festival

Die filmzeitkaufbeuren e.V. ist ein offenes Autorenfilmfestival, das ganz bewusst nicht auf bestimmte Genres, Themen oder Längen festgelegt ist. Es werden Filme aus den Bereichen Spiel- und Dokumentarfilm, Trick- und Animationsfilm, Kunst- und Experimentalfilm präsentiert. 2008 ins Leben gerufen, hat sich die filmzeit inzwischen deutschlandweit und über die Grenzen hinaus als kleines, feines Festival mit besonderer Atmosphäre etabliert. Die filmzeitkaufbeuren e.V. ist Mitglied im Verband der bayerischen Filmfestivals.

Weitere aktuelle News und Informationen sowie das detaillierte Programm gibt es auf dieser Website und auf Facebook.

Pressebilder

„FILMTITEL“, © filmzeitkaufbeuren 2017

Die Candy Girls sind ein Markenzeichen der filmzeitkaufbeuren. Mit ihnen feiert das Festival den 10. Geburtstag.

Agent Aiden – der französische Animationsfilm von Martin Lambert und Laurent Beghin erzählt die Geschichte der beiden Astronauten Aiden und Lana.

Breaking Point ist ein Action geladener Kurzfilm von Martin Lapp, bei dem es um Kopf und Kragen geht. Der Film wurde schon bei Studenten-Oscars in Los Angeles ausgezeichnet.

Rule of Nature ist ein Dokumentarfilm von Dieter Primig. Er gewährt einzigartige Einblicke in das Leben einer jungen Eingeborenen und ihres Volkes.